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Sprache, Mimik, Gestik und Körperhaltung müssen beim Vortragen auch stimmen

In vielen Fächern kann man seine Noten mit freiwilligen Referaten oder auch Präsentationen aufbessern. Insgesamt ist es für alle Schüler sehr wichtig, gut im präsentieren zu sein. Von der Schule bis zur Universität sind Präsentationstechniken und gute Präsentationen mehr als gewünscht. Dabei sind die Grenzen zwischen Referat und Präsentation eher fließend. Ein Referat sollte immer auch eine gute Präsentation sein und eben nicht nur inhaltslastig sein, sondern auch den Zusammenhang präsentativ darstellen.
Gerade in den MINT-Fächer sind Präsentationen sehr wichtig. Es gibt sogar einen eigenen Wettbewerb dazu: Jugend Präsentiert!

Wenn man sich mit diesem Thema noch nicht auseinandergesetzt hat, könnte es passieren, dass Schüler und Studenten der Versuchung erliegen, im Internet gefundene Texte einfach vorzulesen. Vielleicht merkt es der Lehrer nicht und es spart ja auch viel Zeit. Die Hoffnung des Schülers ist dann schnell fertig zu werden und eine mittlere Note zu erhaschen.
ABER: Vorlesen ist KEINE EIGENLEISTUNG, schon gar nicht fremde Inhalte - DIE BEWERTUNG ERFOLGT ENTSPRECHEND! Ab Klasse 8 werden vorgelesene Referate nach 2min abgebrochen!
 
Wie geht man nun am Besten vor? Die folgenden vier Schritte fassen das Wichtigste für Dich zusammen und sollen Dir auch ein paar Ideen geben:

 

1. Besorgen von Material für die Präsentation / das Referat

Du bekommst vom Lehrer oder Deinem Dozenten die Aufgabe eine Präsentation zu erstellen und so Deine Mitschüler oder Kollegen in ein neues Thema einarbeiten. Der erste Schritt ist sicherlich, dass Du Dir Material besorgst und selbst in dem Thema fit wirst!

Eine wichtige Leistung für ein Referat ist das Besorgen von Quellen für den eigentlichen Inhalt. Dazu gibt es Fachbücher, Schulbücher, Broschüren von Firmen und Organisationen und vor allem das Internet. Auch eine TV-Dokumentation oder ein Interview eines Experten kann sich als Quelle erweisen. Das hängt im wesentlichen auch vom Fach und dem Thema ab. Weitere Quellen findest Du bestimmt auch selbst.

Ich empfehle immer, zuerst mit den Büchern zu beginnen und sich ein gewisses Grundwissen anzulesen! Als zweites würde ich dann bei Wikipedia schauen. Gerade im Bereich der Naturwissenschaften ist Wikipedia sehr aktuell und ausführlich.
 
 
Suchmaschinen für Referatsseiten:
Es gibt auch jede menge fertige Referate und Präsentationen online. Einige Seiten haben sich auf das Finden von Referaten spezialisiert.
Aber Achtung! Einige dieser Suchmaschinen kosten Geld und einige der Seiten sind nur bedingt geeignet! Hier gibt es viel dann Werbung, die ablenkt und manchmal sind die verlinkten Referate sehr alt, mir bekannt und oft zu kurz!

Mein Tipp: Im Internet verliert man leicht das eigentliche Ziel aus den Augen, da man ständig mit anderen Dingen abgelenkt wird (z.B.: Werbung, interessante Seiten und Links). Diese Links sind dort vermutlich absichtlich platziert, um Eure Aufmerksamkeit auf die Sponsoren zu lenken. Also... Augen zu...und durch!

Die Vorbereitung auf ein Referat ist wichtiger Bestandteil! Sie kann zu zweit erfolgen

Die Vorbereitung auf ein Referat ist wichtiger Bestandteil!
Sie kann auch zu zweit erfolgen

2. Vorbereitung des Inhaltes:

Eine schriftliche Ausarbeitung des Themas ist für meinen Unterricht ausdrücklich nicht gefordert! Aber das sieht jeder Lehrer anders, fragt also vorher nach! Ihr könnt gerne alles für Euch schreiben und ausdrucken. Das hilft auch beim Ordnen und Merken des Inhalts!

Vielmehr ist die Auswahl der richtigen Quellen und das Verstehen sowie das neue Anordnen der Texte ein Teil der Eigenleistung. Ein mündlicher, erzählender Vortrag ist das gewünschte Ziel, also arbeitet darauf hin!

 

3. Visualisierung & Anschauungsmaterial (=Medien) für ein Referat oder eine Präsentation:

Die Medien "tragen" das Referat. Sie gestalten es spannend und abwechslungsreich. Oft erklären sie auch, ohne dass man selbst viel sagen muss. Sie sind sehr wichtig. Gute Medien sind die "halbe Miete"! Medien werden meist vom Schüler selbst erstellt (manchmal gibt es auch Dinge in der Biologie- oder Chemie-Sammlung oder auch Landkarten, die verwendet werden können).
 
Mögliche Medien sind u.a. Folien, Tafelbilder, Modelle, Experimente (unbedingt vorher mit dem Lehrer absprechen!), Gegenstände, Schautafeln, Zeichnungen, Karten, Bücher, Filme, Computer­ausdrucke, Werbebroschüren (und vieles mehr!) - allerdings eignet sich nicht jedes Medium für jedes Thema, überlegt, was zu Euch und Eurem Thema passen würde!
Hier ist die wahre Phantasie des Referenten gefordert!

Noch ein Hinweis: von vielen Laien wird präsentieren mit dem Erstellen einer Power Point-Präsentation verwechselt. Bitte tappt nicht in diese Falle. Erstens gibt es viel bessere Präsentationsprogramme und zweitens gibt es viel mehr Möglichkeiten als ein einfaches (aber teures) Computerprogramm! Seid da also nicht faul und überlegt Euch was Gutes!

Sprache, Mimik, Gestik und Körperhaltung müssen beim Vortragen auch stimmen - Alberto Magnolfi

4. Vortrag eines Referats oder der Präsentation

Der Vortrag sollte mündlich, in erzählender Form erfolgen und vom Referenten in jeden Fall selbst inhaltlich verstanden sein!
Die Vortragsweise sollte dabei langsam und weitestgehend frei von Fremdwörtern sein. Fremdwörter müssen, wenn sie nicht vermieden werden können, auf jeden Fall erklärt werden.
Wenn man zu zweit referiert, kann auch im Dialog oder abwechselnd vorgetragen werden.

Ein gutes Referat erklärt, ein schlechtes verwirrt die Zuhörer!
 

Ein Ziel sollte immer sein, dass alle im Publikum den Inhalt verstanden und ihn sich auch eingeprägt haben. Sind die Zuhörer hingegen verwirrt oder haben nichts gelernt, dann war die Präsentation schlecht.

 

Die folgende Tabelle gibt die Verteilung der Rohpunktegrenzen an. Diese ist einheitlich von der Kultusministerkonferenz für das Abitur festgelegt, gilt aber an den meisten Schulen auch für alle Grund und Leistungskurse:

 

Noten-Punkte

Prozent

 

Rohpunkte

100

Rohpunkte

90

Rohpunkte

80

Rohpunkte

70

Rohpunkte

60

Rohpunkte

50

Rohpunkte

40

15

96 %

96

86,4

76,8

67,2

57,6

48,0

38,4

14

91 %

91

81,9

72,8

63,7

54,6

45,5

36,4

13

86 %

86

77,4

68,8

60,2

51,6

43,0

34,4

12

81 %

81

72,9

64,8

56,7

48,6

40,5

32,4

11

76 %

76

68,4

60,8

53,2

45,6

38,0

30,4

10

71 %

71

63,9

56,8

49,7

42,6

35,5

28,4

9

66 %

66

59,4

52,8

46,2

39,6

33,0

26,4

8

61 %

61

54,9

48,8

42,7

36,6

30,5

24,4

7

56 %

56

50,4

44,8

39,2

33,6

28,0

22,4

6

51 %

51

45,9

40,8

35,7

30,6

25,5

20,4

5

46 %

46

41,4

36,8

32,2

27,6

23,0

18,4

4

41 %

41

36,9

32,8

28,7

24,6

20,5

16,4

3

34 %

34

30,6

27,2

23,8

20,4

17,0

13,6

2

27 %

27

24,3

21,6

18,9

16,2

13,5

10,8

1

20 %

20

18,0

16,0

14,0

12,0

10,0

8,0

0

< 20 %

< 20

< 18 ,0

< 16,0

< 14,0

< 12,0

< 10,0

< 8,0

 

Beachtet, dass man diese Werte jeweils erreichen oder überschreiten muss. Ein Aufrunden ist nicht vorgesehen!

 

Abiturvorbereitung

Abitur Stoff auf dem HandyIch habe im Jahr 2012 zusammen mit meinem damaligem Leistungskurs und mittlerweile den folgenden Grund- und Leistungskursen eine neue Seite für Schüler erstellt.

Abitur-wissen.org soll ein Projekt sein, wo Schüler einzelne Themen der Oberstufe zusammenfassend erklären und so für ihre Mitschüler anschaulich und erklärend darstellen. Das ganze Projekt ist so geplant, dass viele Generationen von Schülern daran arbeiten und ihr Wissen teilen und die Seite immer aktuell halten!

Dies soll einerseits Euch für Klausuren nützen, andererseits aber gerade auch im Abitur eine Anlaufstelle sein, wo man schnell mal Vergessenes nachlesen kann!
Ich denke jedem ist klar, dass die zu bewältigende Informations- und Wissensfülle für ein Abitur enorm ist! Da werden also auch folgende Jahrgänge noch genug Themen zum Bearbeiten finden. Nach und nach sind bereits neue Fächer hinzugekommen.

Viele Themen in Biologie sind bereits gut bearbeitet, in Chemie fehlt noch manches, aber die Seite wächst :-)

 

Da diese Seite für Euch ist, hier nun meine Bitte:

1. Wenn ihr Referate haltet und eine gute Ausarbeitung mit eigenem, Text (und eigenen Grafiken) habt, so stellt es doch auch den anderen Schülern zur Verfügung. Meldet Euch einfach bei mir, dann laden wir es hoch!

2. Wenn ihr eigene Abitur-Zusammenfassungen schreibt und damit lernt, mailt mir diese nach dem Abitur doch zu. Die nächsten Jahrgänge freuen sich sicherlich über die Zeitersparnis!

Euer Name wird in jedem Fall genannt, schließlich ist es Euer Werk und Euch gebührt jede Ehre!
Allerdings beachtet, dass die bereitgestellten Artikel dann auch wirklich von Euch sind und nirgends abgeschrieben sind!

 

Danke an alle, die bisher mitgemacht haben und ihr Wissen und ihre Arbeit mit anderen Teilen!

 

Was kommt im Abitur dran?

Landesabitur - FragebögenDiese Frage beschäftigt sicher jeden Schüler kurz vor dem Abitur. Das gleiche gilt übrigens auch uns Lehrer wenn wir in einem Bundesland mit Zentralabitur unterrichten. In den meisten Fächern kann man davon ausgehen, dass der Lehrplan für das jeweilige Fach sicher eine gute Grundlage ist!
In einigen Fächern (nur in Hessen!) gibt es zusätzlich die "Handreichungen". Diese sind notwendig geworden, weil das Grundgerüst des hessischen Lehrplans 1998-1999, in einer Zeit gelegt wurde, als es noch kein hessisches Zentralabitur gab! Als man nun die ersten Jahrgänge zentral prüfen wollte stellte man fest, dass der Lehrplan in einigen Fächern nicht genügend "Stoff" hergab. Da es eine viele Jahre dauernde Aufgabe ist, einen Lehrplan zu überarbeiten, hatte man beschlossen ihn durch Handreichungen zu ergänzen. Die Handreichungen werden jedes Jahr überarbeitet! Achtet also darauf, die für Euren Abiturjahrgang passenden zu haben!

 

Was bedeutet das nun für Schüler:

1. Schaut erstmal, ob es für Euer Fach Handreichungen gibt. Meistens gibt es nur einen Lehrplan! Handreichungen gibt es v.a. für die Naturwissenschaften!

2. Ladet Euch beides runter und vergleicht beim Lernen. Der Lehrplan ist thematisch weiter gefasst und weniger genau. Die Handreichungen hingegen sind an einigen Stellen sehr genau (diese Stellen sind dann höchst Abirelevant!) und an anderen Stellen treffen sie gar keine adäquaten Aussagen. Diese Themen sind dann weniger wichtig für das Zentralabitur!

3. Beachtet, dass alle eben gemachten Aussagen nur für den reproduktiven Teil der Aufgaben gelten (dieser entspricht nur ca. 33% der zu erreichenden 100 Punkte! - man spricht vom sogenannten Aufgabenbereich 1). Anwendungsaufgaben (Aufgabenbereich 2) und Transferaufgaben (Aufgabenbereich 3) werden mit großer Sicherheit neue Themen und Aufgaben beinhalten!

Mein Fazit ist: Schüler tun gut daran, die Handreichungen zu kennen und die relevanten Themen zu beherrschen. Es sollte jedoch niemand denken, dass dies ausreicht, wenn man in den guten Notenbereich vorstoßen möchte! Ein breites Grundwissen und die Verknüpfung möglichst vieler Themen erleichtert die Bearbeitung der restliche 66% der Aufgaben enorm!

Noch ein letzter Tipp: um die Aufgaben einheitlich für Schüler verständlich zu machen, hat man Operatoren eingeführt! Solche Operatoren sind Arbeitsanweisungen, welche den Schülern verraten, was in einer Aufgabe zu tun ist. Typische Operatoren sind: nenne, zähle auf, bearbeite, skizziere, analysiere usw...
Diese Operatoren können sich von Fach zu Fach unterscheiden. Achtet also darauf, die richtigen zu laden!

 

Links zum Landesabitur Hessen:

- Hessische Lehrpläne für alle Schulformen und Fächer

- Handreichungen Hessen (Achtung! Relativer Link kann sich schnell ändern!)

- Operatorenliste (Achtung! auch dieser Link ist realtiv und kann sich schnell ändern!)

 

 

Erfolg bei Klausuren in der Oberstufe

Formelle Klausurentipps für maximale PunktzahlDen ganzen Nachmittag gelernt, alles verstanden und trotzdem wieder nur 7 Punkte in der Grundkursarbeit? Das muss nicht sein!
Aus meiner Erfahrung kann ich Euch ein paar Tipps geben, die Euch helfen sollen, Eure schriftlichen Ergebnisse zu verbessern! Dabei gilt es Zeit zu sparen und diese an den richtigen Stellen zu investieren und vor allem gegen das "Scheinlernen" anzukämpfen.
Weiterhin ist es unabdingbar sich im sprachlichen Bereich immer weiter zu verbessern. Nur klar formulierte Gedanken, welche logische Zusammenhänge beschreiben, bringen die maximale Punktzahl!


Folgende Tipps sind besonders für meine Schüler empfehlenswert! Dennoch denke ich, dass viele Dinge generell gelten und auch bei vielen anderen Kollegen Anklang finden:


a) Tipps zur äußeren Form von Klausuren

1. Es wird ausschließlich auf Doppelbögen geschrieben, welche nacheinander beschrieben werden! Auch alle weiteren Blätter sind Doppelbögen und nicht etwa Einzelseiten, welche in den ersten Doppelbogen gelegt werden. Also beachte: Einen Doppelbögen immer erst vollschreiben, bevor der nächste verwendet wird.

2. Mindestens ein Drittel Rand zur Korrektur lassen! Einige Kollegen, besonders in den Sprachen, benötigen einen 50%igen Rand!

3. Seitenzahlen auf jedes Blatt und oben an der Außenseite auf den Rand schreiben.

4. Am Ende von Teilaufgaben immer mindestens 5cm freien Platz lassen! Manchmal fällt einem noch was ein, was man ergänzen möchte. Dies gehört dann am besten unter die jeweilige Stelle oder (nur bei mir!) an den Rand.

5. Auf der ersten Seite, im unteren Abschnitt, ca. 5cm Platz für die Note frei lassen!

Alberto Magnolfi: strenge Lehrerin

Ebenfalls zu beachten sind:

6. Wichtig: Aufgaben werden so nummeriert, wie auf dem Aufgabenblatt! Bitte keine eigenen Unternummerierungen einfügen und nichts neu nummerieren! Es gibt bei der Korrektur kaum verwirrenderes, als falsche Aufgabennummern.

7. Aufgaben müssen nicht nach der Reihenfolge auf dem Aufgabenzettel gelöst werden, aber wenn man sich entschieden hat, dann die Aufgaben in der vorgeschriebenen Reihenfolge lösen!
Also wenn man mit Aufgabe 2 anfängt, dann wird zuerst 2a, dann 2b, dann 2c, dann 2d usw. bearbeitet. Ein Mischmasch verwirrt enorm und hilft Euch wenig, da Aufgaben aufeinander aufbauend gestellt sind!

8. Am Ende einer kompletten Aufgabe lässt man den Rest der Seite frei. Die nächste komplette Aufgabe beginnt auf der nächsten Seite! Der so gewonnene Platz kann für ordentliche Ergänzungen, Hinweise, Zeichnungen usw. später noch nützlich und hilfreich sein.

9. Ist die Schrift unlesbar, dann lese ich sie auch nicht! Ich versuche es auch gar nicht erst. Gib Dir also Mühe. Schon der Verzicht auf den Kugelschreiber verbessert Deine Schrift! Wer eine schlechte Schrift hat, sollte mich vorher ansprechen, dann gebe ich Tipps. Eine gute Handschrift mag für manchen unmöglich erscheinen - eine Lesbare ist aber immer möglich!

Besonderes Feindbild meinerseits, ist die vereinfachte Grundschulausgangsschrift der ersten und zweiten Klasse. Wenn man diese tatsächlich bis zur Oberstufe nie verlernt hat, dann wurde sie vermutlich bis zum Erreichen der Oberstufe meist derart unleserlich, so dass nichts mehr zu retten (bzw. zu lesen) ist. Mich dringend ansprechen! Hilfe ist nah :-)

11. Der folgende Punkt ist v.a. allem mir wichtig: KEINE Sternchenzettel!!! Wenn man etwas vergisst, einfach unter die Aufgabe, zwischen die Zeilen oder an den Rand schreiben. Eine Suche nach verstreuten Sternchen auf anderen Blättern, findet bei mir nicht statt!

12. Peinlich zu sagen, aber da es selbst in Klasse 11 und 12 noch so manchen Schüler gibt, der es nicht weiß: Schüler verwenden in Klausuren nicht die Farbe rot!

13. Beim Wörterzählen ist es eine Unsitte alle 20 oder 50 Wörter einen senkrechten Strich in den Satz zu machen! Das erschwert vor allem bei Schülern mit schwieriger Schrift enorm den Lesefluss. Mein Tipp, notiert die Anzahl der Wörter an den Rand, oder macht dort (mit Bleistift) die Striche hin.

 

b) Tipps zur inhaltlichen Gestaltung von Klausuren

1. Kurven, Grafiken, Material immer zuerst beschreiben (auch das bringt Punkte!), dann diese Informationen auswerten und schlussfolgern (Beobachtung => Schlussfolgerung)!

2. Eine Aufgabe ist immer auch ein kleiner Aufsatz. Ein Satz zur Einleitung und ein Fazit gehören zum guten Stil!

3. Achtet auf Zeichensetzung. Solche Fehler erscheinen unwichtig, kosten aber unter Umständen Notenpunkte durch erreichen des Fehlerquotienten.

4. Wenn man sich verschrieben hat, werden die Wörter nicht über Durchgestrichenes geschrieben. Das kann niemand lesen! Einfach das Wort nochmal daneben/ darüber neu schreiben!

5. Leere Floskeln wie "Zuerst/ Grundsätzlich muss man erst einmal klären", bitte nur bei den Lehrern verwenden, die darauf abfahren. Biologie und Chemie sind Wissenschaften. Nennt mir Fakten und wertet das Material aus! Klärt den jeweiligen Fall an der Aufgabe und gut ist! Gelaber, Worthülsen und nebulöses brauchen wir da nicht, wir haben Fakten!

6. Personalpronomen und Artikel immer ersetzten durch Hauptwörter! Dies bringt Klarheit und Eindeutigkeit. Aussagen wie "es hat reagiert und dabei wurde er brüchig" nutzen niemandem! Besser sagen, wer reagiert und was brüchig wurde!

7. Wichtig: Aussagen, Regeln, ein Fazit oder Schlussfolgerungen müssen durch Beobachtungen, Auswertung von Materialien und eigenen Überlegungen VORHER im Text bewiesen werden. Ohne diesen Argumentationsweg bleiben es Behauptungen! Haltet Euch an folgende Reihenfolge: Material lesen und zusammenfassen, Grafiken, Diagramme und Material beschreiben, Beobachtungen notieren und dann analysieren und schlussfolgern. Am Ende, wenn möglich, allgemeingültige Regeln ableiten!

Beispiel:
"Die Enzyme sind zerstört, es kann keine Reaktion mehr stattfinden" => Das ist eine unbewiesene Behauptung!
"Aus Material 2 ist zu erkennen, dass ab der 30. Minute die Umsatzrate des Enzyms in dem Moment einbricht, wo die Temperatur auf über 45°C erhöht wurde. Daraus folgt, dass die Enzyme zerstört sind und keine Reaktion mehr stattfinden kann".

 

Zum Lernen empfehle ich neben Euren Mitschriften und Büchern, auch meine Bücher oder die von meinen Schülern erstellte Seite https://Abitur-Wissen.org!

 

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